Aufenthalt vom 23. Mai – 29. Juni 2023

Nach langer Zeit hatte ich wieder eine aktive Hilfe vor Ort, diesmal durch Krystyna.

Sie hatte sich gut auf die Reise vorbereitet, das Visum über eine Agentur beantragt und gemeint, alles bedacht zu haben. Wie in vielen afrikanischen Ländern muss man sich auch in Togo bei der Ein- und Ausreise über das Internet bei der Einwanderungsbehörde am Flughafen registrieren lassen. Mit dem QR-Code passiert man dann den Zoll. Das hatte die Visumagentur nicht für Krystyna erledigen können, so dass die Formalitäten zur Einreise nicht komplett waren. Die Beamten versuchten mit viel Geduld Krystyna, dabei zu helfen. Dabei stellt sich heraus, dass das Visum nicht vollständig und damit eigentlich ungültig war. Dass wir als letzte Fluggäste, aber mit gütiger Registrierung dann doch noch passieren konnten, ist nur der Geduld der Zollbeamten zu verdanken, die das technisch hinbekamen, ohne erneut die Visumgebühren zu berechnen. Unser Partner Momo wartete sehr beunruhigt vor dem Flughafen, den inzwischen schon alle anderen Fluggäste mit ihrem Gepäck verlassen hatten.

Ziemlich erledigt kamen wir dann endlich in Agbodrafo an der Villa Nadou an.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zuerst mussten wir uns um das Vorhaben in Vogan kümmern. Die Baugenehmigung für die Toiletten und den weiteren Raum lag noch nicht vor, bei der Schulaufsicht war es rechtzeitig im Februar weiter gegeben worden. Also blieb nichts Anderes übrig, als direkt beim Ministerium für Bildung und Erziehung (MEPSTA) vorzusprechen. Auch dort gab es wieder sehr hilfsbereites Personal, das den Antrag heraussuchte und versprach ihn unverzüglich zur Unterschrift vorzulegen. Ich war noch nicht wieder zurück in Agbodrafo, als ich im Taxi den Anruf erhielt, dass ich die Genehmigung abholen könne. Am nächsten Tag machte sich Krystyna an die Arbeit, um die eingetroffenen 16 Kartons auszupacken und vorzusortieren, während ich noch einmal nach Vogan fuhr. Gleichzeitig mit mir kam der Techniker, der den Bauplatz, die Pläne und die Ausführung genehmigen musste. Zum Glück ging das problemlos und wir konnten anschließend gleich das Material einkaufen. Mit fast zwei Wochen Verzögerung ging es nun endlich los. Maurer Kokouvi und seine Arbeiter haben großartig gearbeitet, so dass im September die Toiletten genutzt werden können und nur noch der Anstrich fehlt. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch die Baugenehmigung für den Anbau in Patatoukou war irgendwo auf dem Weg zum Ministerium stecken geblieben. Da sich in Patatoukou die evangelische Kirche EPPT außerstande sah, die Kindergärtnerin entsprechend zu bezahlen, so wie es zugesagt worden war, haben wir das Gebäude mit Toiletten, Mauer, Spielgeräten,…… dem Staat übergeben. Wenn sich die Kirche entschließt, das Baugelände ebenfalls dem Staat zu übergeben, kann die Kindergärtnerin auf die staatliche Gehaltsliste gesetzt werden.

Die Baugenehmigung für Patatoukou haben wir beim Ministerium nun direkt beantragt. Die Zusage wird uns per Mail oder WhattsApp nach Deutschland zugeschickt.

 

Für Sodo gab es diesmal keine besonderen Maßnahmen. Das verschwundene Kabel für das Solarpaneel wird uns von Abiola noch einmal zur Verfügung gestellt. Dann kann der TurboCharger wieder angeschlossen werden. Nach einem Kontakt zum Ministerium für innere Angelegenheiten hat sich Herr Idoh mit Charles Ani VI. telefonsich in Verbindung gesetzt. Am nächsten Tag ist die Tür mit Rahmen für das Toilettengebäude in Sodo geliefert worden. Wenn uns die Zuständigkeiten sofort mitgeteilt worden wären, hätten wir uns etliche Gespräche und die Klage beim Gericht in Amlamé sparen können. Danke an Herrn Idoh und dem Chef von Sewatsrikope! Nach Bestellung und Bezahlung im Jahre 2013 kann das nun nach 10 Jahren abgehakt werden!

 

In Agbodrafo lagen keine Maßnahmen an. Da die Schule immer noch die Räumlichkeiten des Kindergartens besetzt hatte, waren keine Investitionen geplant. Der Staat hat neben dem Kindergarten bereits mit dem Bau von drei Klassenräumen plus Sanitäranlagen für die Schule begonnen, so dass der Kindergarten wieder seine Räume belegen könnte, wenn nicht ein heftiger Sturm alle dei Klassenräume abgedeckt hätte. Zum Glück war das in der Nacht, so dass die Räume nicht belegt waren und keiner zu Schaden gekommen ist. Da das Holz des Dachstuhls sehr morsch ist, muss auch ein neuer Dachstuhl aufgesetzt werden, bevor das Dach neu eingedeckt werden kann. Koffi Kini hat einen Kostenvoranschlag erstellt und wird die Arbeiten übernehmen. Damit vor dem neuen Schuljahr alles wieder genutzt werden kann, haben wir uns bereit erklärt,  1.001.030 CFA für den neuen Dachstuhl zu übenehmen. Die Bedachung will die Gemeinde übernehmen. Das Material ist bestellt und bezahlt und lagert bis zum Baubeginn bei der Holzhandlung. Koffi wird den hinterlegten Lohn vom Bürgermeister erhalten. 

 

 

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