Togo-Projekte e.V.

Über ein Jahr habe ich mich mit dem Gedanken auseinandergesetzt, meine Initiative in einen Verein umzuwandeln.
Dagegen sprach, dass mich viele Menschen unterstützt haben, weil sie wussten, dass kein Geld in den Verwaltungsapparat fließt und sie sich dadurch sicher fühlten, dass ihr Geld auch wirklich ankam.
Dagegen sprach auch, dass ich mich damit auf eine Fortführung meiner Arbeit verpflichte.
Nun habe ich mich doch dafür entschieden.

Am 8. Februar fand die Gründungsversammlung für den Verein Togo-Projekte e.V. statt.

Gründungsmitglieder:

Hildegard Goralski
Dagmar Gräber
Ute Kalvelis (2.Vorsitzende)
Marion Korell (Kassiererin)
Erik Lehmann
Renate Siemes
Brigita Trzeczak (1.Vorsitzende)

Wir wollen weiterhin zusehen, dass die Mittel ankommen. Das heißt, ich bezahle meinen Flug und die Lebenshaltungskosten wie vorher aus eigener Tasche.
Da sich im Laufe der Jahre Freundschaften gebildet haben, hänge ich sowieso viel zu sehr mit ganzem Herzen an der Sache, als dass ich sie einfach ablegen könnte.
Die Vorteile einer Vereinsgründung bedeuten aber auch, dass wir nun Spendenbescheinigungen ausstellen können, sobald die Gemeinnützigkeit vom Finanzamt anerkannt ist.
Ich hoffe, dass wir auch weiterhin mit der tatkräftigen Unterstützung durch viele Freunde rechnen können.
Eine Abschrift der Satzung ist demnächst auch auf dieser Seite zu finden, falls jemand sogar erwägt, unserem Verein mit einem Mitgliedsbeitrag zu kalkulierbaren Sockeleinnahmen zu verhelfen.
Ansonsten läuft alles wie gewohnt.

Neue Sachen für den Kindergarten

Kurz nach dem Besuch von Harald Lübke (Togofreunde Hannover e.V.) im neuen Kindergarten war auch die Inspektorin aus Arakpamé noch einmal da.
Für die Kindergärtnerin war das ein willkommener Anlass, ihre Arbeit vorzuführen – zumal sie noch im Anerkennungsjahr ist – und auf fehlende Materialien hinzuweisen.
Einiges Bedarfsmaterial für die Grundausstattung hatte die Inspektorin auch direkt mitgebracht, weiteres wurde in Aussicht gestellt.
Ich hoffe, dass auch die Bezahlung für die ersten Wochen inzwischen erfolgt ist. In Togo ist das Kindergarten- und Schuljahr in Trimester eingeteilt. Nach Weihnachten hat das zweite Drittel angefangen.

Post aus Sodo

Aus Sodo erreichte mich ein Brief mit den Neuigkeiten.
Harald Lübke von den Togofreunden Hannover hat anlässlich seines Aufenthaltes in Sodo auch den Kindergarten besucht. Die Gruppe von 26 Kindern, die am 11. September angefangen hat, fühlt sich sehr wohl in dem neuen Gebäude.
Ablavi, die Kindergärtnerin, versteht es gut, mit den Kindern umzugehen und sie auch schon auf die Schule vorzubereiten. Das ist sehr wichtig, da in der Schule in der Amtssprache Französisch unterrichtet wird.
Zur Zeit macht sie ihre Arbeit noch ohne Bezahlung, da sie von Staat noch nicht übernommen wurde.
Das ist das ewige Problem des Staates und natürlich nicht sehr förderlich für die Arbeit.
Ihr Lohn beträgt ca. 10.000 CFA im Monat, das sind umgerechnet etwa 15 Euro.

Bankverbindung

Um das Geld für den Kindergartenbau in Agbodrafo zusammen zu bekommen, sammle ich bereits fleißig.
Wer mithelfen möchte, kann unter Angabe des Stichwortes „Kindergarten in Agbodrafo“ seinen Beitrag auf folgendes Konto überweisen:

Brigita Trzeczak
Stadtsparkasse Oberhausen
BLZ 365 500 00
Kontonummer 3 046 108 241

Herzlichen Dank im Voraus
Brigita Trzeczak

Weitere Unterstützung

Inzwischen haben sich meine Aktivitäten doch schon herumgesprochen. Da der Kindergartenbau von Sodo sich auf einem Gelände befindet, dass man auf der Strecke Kpalimé – Atakpamé passiert, ist das neue Gebäude auch nicht zu übersehen.
Frau Katja Puckhaber, Attachée für Entwicklungszusammenarbeit der Deutschen Botschaft in Lomé, hat sich in einer Email bei allen Förderern bedankt und mich 2007 zu einem Besuch in die Botschaft eingeladen.
Ist das nicht wunderbar?
Wer die Email im Original sehen möchte, klicke bitte unten bei der Quellenangabe das Stichwort Email an. Email www.togo-projekte.de/news.bilder/mail.JPG

Projekt 2007

Bereits am Ende meines diesjährigen Aufenthaltes konnte ich den Kontakt zu den Vertretern von Agbodrafo aufnehmen. Das ist ein Dorf in der Nähe von Lomé.
Auch dort fehlt für die ärmere Bevölkerungsschicht die Möglichkeit der vorschulischen Erziehung. Das Gelände der öffentlichen Schule liegt wunderschön in Meeresnähe.
img[http://www.togo-projekte.de/news.bilder/p07.jpg]img
Dort ist auch noch genug Platz für ein Kindergartengebäude.
Eine Kommission zur Förderung der Bildungschancen besteht bereits seit längerem, so dass ich direkt Ansprechpartner finden konnte.
Damit mit meiner Ankunft möglichst zügig mit dem Bauvorhaben begonnen werden kann, habe ich die Produktion der Ziegelsteine bereits in Auftrag gegeben.

Aufenthalt in Sodo Juli 2006

Totz vieler Schwierigkeiten – mal war kein Wasser da und der Klempner nicht aufzutreiben, mal fehlten die Leute zum Kiesholen oder waren da und es goss in Strömen,…. – haben wir es gemeinsam geschafft, den Kindergartenbau in Sodo zu beenden.
Die offizielle Einweihung fand am 27.Juli statt. Anwesend waren u.a. die wichtigsten Vertreter des Dorfes, der Präfekt aus Amou, ein Vertreter für die Inspektorin aus Atakpamé, die für die Entsendung einer Kindergärtnerin zuständig ist und natürlich Vertreter der Presse, in unserem Fall ein Reporter von Radio Lomé.
img[http://www.togo-projekte.de/news.bilder/kuekl2.jpg]img
Bei strahlendem Sonnenschein konnte ich das Gebäude nun der Bevölkerung übergeben.
Am 11. September hat das Kindergartenjahr für eine Gruppe von 25 Kindern bereits begonnen.
So sieht der neue Kindergarten aus:
img[http://www.togo-projekte.de/news.bilder/kita2.jpg]img
Ich freue mich riesig, dass mit der Unterstützung von vielen Menschen, diesen Kindern nun ein besserer Start ins Schulleben und damit auch bessere Bildungschancen ermöglicht werden.

Besuch aus Sodo

Anlässlich eines privaten Aufenthaltes in Deutschland nahm sich Koku Klutse aus Togo die Zeit zu einem Abstecher nach Oberhausen. Angeregt durch die Berichte über meine Aufenthalte in Afrika haben die Kinder meiner Klasse nicht nur gespendet, sondern auch Briefe geschrieben und Antworten bekommen. Da war es natürlich besonders spannend, von Koku den Alltag afrikanischer Kinder geschildert zu bekommen. Mit einem afrikanischem Lied, getanzt und auf Trommeln begleitet, wurde er als Ehrengast der Abschlussfeier begrüßt.
Einige Kinder der Klasse 4a der Hirschkampschule waren auch gekommen. Sie hatten ihr Taschengeld zusammengelegt, fast 200 Euro gesammelt und konnten es nun einem Vertreter des Dorfes persönlich überreichen.
Was mit dem Geld geschehen ist, werde ich ihnen nach meinem Aufenthalt wieder mit Fotos dokumentieren können.

Reaktion auf den Zeitungsartikel

Obwohl ich mich zunächst dagegen gesträubt hatte, bin ich im Nachhinein sehr froh, dass ich dem Interview zugestimmt habe. Die Art der Darstellung hat mir sehr gut gefallen und einige auf meine Arbeit aufmerksam gemacht.
Der Kindergarten St.Mariae Rosenkranz aus Essen-Bergeborbeck hat mich am 9.November eingeladen, meine Arbeit beim Martinszug vorzustellen.
Aus dem Verkauf der Getränke und selbstgebackenen Plätzchen bekam ich 200 Euro für die weiteren Arbeiten am Kindergarten in Sodo.
Herzlichen Dank an Frau Schreiber und Ihr Team.